In der letzten Woche ist mir etwas bewusst geworden. Es geht um die Zeit, die uns immer davonzulaufen scheint. Nach dem Motto: „Heute ist schon wieder Freitag, wo ist denn nur die Woche geblieben“. Auch mir geht es manchmal so und dann habe ich das Gefühl, dass ich an jedem der vergangenen Tage komplett auf Autopilot gelaufen bin.
Warum fühlt sich das so an? Und warum scheint mir oft die Zeit davonzurennen?
Die Gedanken, die mir dazu kamen, und die entsprechenden Erkenntnisse möchte ich hier heute einmal mit Dir teilen. Los geht’s …
Durchs Leben rennen
Schon seit sehr jungen Jahren habe ich die Tendenz, durch mein Leben zu rennen. Wenn ich so darüber nachdenke, gab es dieses Thema auch schon in meinem Teenager-Dasein. Ich bin aufgewachsen mit einer sehr starken Prägung auf Leistung und Disziplin, habe gelernt, dass ich nur so Anerkennung bekomme.
Das ist definitiv nicht gesund – Du kennst die Geschichte mit den zwei Burnouts. Solange ich mich nun schon damit beschäftige und deutlich „langsamer“ werden konnte, manchmal erwischt es mich auch heute noch. Zum Glück erkenne ich das immer schneller und kann mich regulieren. Dennoch sitzen diese Prägungen sehr tief in meinem System und wollen immer wieder das Steuer übernehmen, wenn ich nicht aufpasse.
Was mir enorm hilft, sind gewisse Routinen, die ich mir über die Jahre zusammengestellt habe. Sie geben mir Struktur und Halt. Ich liebe sie: mein Wasser mit Lemon-Öl am Morgen, der erste wirklich zelebrierte (entkoffeinierte) Kaffee, immer wieder über den Tag tief atmen, meine Yoga-Praxis und Zeit in der Natur zum Beispiel. All das habe ich mir bewusst angelegt. Dann sind da aber auch die Routinen, die mein Gehirn komplett im Alleingang integriert hat. Warum eigentlich?

Warum sind diese Routinen so wichtig?
Viele der Routinen, die in meinem Kopf ganz automatisch entstanden sind, haben durchaus ihre Berechtigung. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste jeden Tag aufs Neue über alles immer wieder nachdenken … über’s Zähneputzen, Autofahren, Duschen, Schuhe anziehen usw. … das wäre ziemlich anstrengend.
Lange war mir das nicht klar, doch dann hatte ich verstanden, dass diese ganzen Automatismen notwendig sind, damit wir nicht durchdrehen und um im Körper einfach Energie zu sparen. Vor allem im Gehirn, denn es ist der größte Energieverbraucher im gesamten System.
Alles klar soweit, aber wie hängt das jetzt damit zusammen, dass wir so oft das Gefühl haben, die Zeit rennt uns davon?

Die Zeit, sie rennt im Sauseschritt …
… und so oft rennen wir mit. Ich kann davon ein Lied singen. Aber warum haben wir eigentlich dieses Gefühl? Der rationale Verstand weiß natürlich, dass die gemessene Zeit immer gleich verläuft und nicht einmal langsamer und ein anderes Mal schneller. Und warum hatten wir zum Beispiel als Kinder dieses Gefühl gar nicht?
Meine Erkenntnis
Es sind die Routinen! Je älter wir werden, entstehen immer mehr Automatismen. Wie wir vorab gesehen haben, ist das per se nicht schlecht, sondern hat einen berechtigten Grund. Doch wenn wir nicht Acht geben, dann führen uns diese vielen automatischen Handlungen komplett durch unseren Tag. Ist mir – wie gesagt – in der Vergangenheit sehr oft passiert. Dass wir immer schneller werden, lasse ich hier einmal außen vor, das ist wieder ein Extrathema.
Doch mir ist aufgefallen: Je mehr bei mir los ist, desto öfter laufe ich auf Autopilot. Und dann passiert es … es ist Freitag und ich frage mich, wo die Woche geblieben ist.

Der springende Punkt
Zu viele Routinen verhindern immer wieder neue „Erste Male“! Ist Dir einmal aufgefallen, dass, wenn Du Neues ausprobierst, also ein neues erstes Mal erlebst, Du alles viel intensiver wahrnimmst? Und manchmal scheint die Zeit scheinbar stillzustehen.
Ich habe das gerade kürzlich erlebt, als wir zuletzt im Weserbergland waren. Meine neuen ersten Male waren dort die Überwindung meiner Höhenangst auf dem Weser-Skywalk und auf einer Hebebühne in 12 m Höhe. Tausend Dank nochmals an Jenny Rauscher von Rauscher Mietlifte Lauenförde. Und auch das Kennenlernen neuer, inspirierender Menschen mit wunderbaren Gesprächen, wie zum Beispiel mit Markus Kirsch, dem Inhaber des wirklich schönen und einladenden Hotels Bevertal in Beverungen, und mit Yvonne Rauscher, eine der Inhaber der MyBar in Beverungen, war ein wunderbares erstes Mal für mich. An diesem Wochenende verging die Zeit gefühlt unfassbar langsam, es wirkte eher wie eine ganze Woche.
Genau das ist es! Wenn ich an meine Kindertage denke … wie viele „erste Male“ es jeden Tag gab. So viel Neues entdecken und ausprobieren. Je älter ich wurde, umso mehr ging mir das verloren. Und ich denke, ich bin kein Einzelfall. Es ist einfach der Lauf der Dinge.
Aber mit dieser Erkenntnis können wir doch bewusst etwas verändern. Mit diesem Wissen kann ich mir doch wieder mehr Abenteuer in meinen Alltag holen.
Bitte verstehe mich nicht falsch, es muss nicht immer so ein krasses Wochenende sein. Ich denke vielmehr an die kleinen Dinge im Alltag, die ich verändern kann.






Die Lösung – den Alltag aufbrechen
Es könnte schon damit beginnen, meine alltäglichen Routinen immer mal wieder neu anzuordnen, den Ablauf zu verändern, denke ich. Es macht mich viel bewusster und dadurch vermutlich sogar langsamer. Zusätzlich kann ich, wenn ich das will, jeden Tag (oder zumindest an manchen Tagen) etwas Neues ausprobieren, was ich mich bisher nicht getraut habe. Zum Beispiel mit meinen Over-Ear-Kopfhörern nach draußen gehen. Einfach, weil es mir guttut, Straßenlärm und unangenehme Umgebungsgeräusche auszublenden und mir lieber ein Hörbuch, einen Podcast oder meine Lieblingsmusik auf die Ohren zu geben. Ganz ehrlich, das kostet mich wirklich Überwindung.
Genauso könnte ich nach Feierabend kleine Unternehmungen oder Spaziergänge einplanen. Oder eine neue Sport-Routine … oder, oder, oder. Auf jeden Fall denke ich, Du weißt genau, was ich meine. Hast Du noch andere Ideen? Schreib mal bitte unten in die Kommentare.
Ein kleiner Tipp von mir als Öle-Tante ganz am Rande: Mir hilft immer wieder unfassbar die dōTERRA-Mischung „Balance“, im Gleichgewicht zu bleiben oder mich recht zügig wieder selbst zu regulieren. Einfach auf die Fußsohlen aufgetragen, bringt sie mich wunderbar durch den Tag.


Zu guter Letzt
Schlussendlich habe ich durch gravierende Lebenserfahrungen gelernt, mein Leben nicht als selbstverständlich anzusehen. Ich möchte bewusst leben, jeden Tag genießen und feiern, voller Dankbarkeit. Immer mehr erkennen, worauf es wirklich ankommt, und danach leben. Mich nicht mehr verbiegen oder verstellen, mich nicht mehr zurückhalten, nur, weil andere das von mir erwarten oder mich als Mensch nicht aushalten können, wenn ich mich authentisch zeige.
Ich bin ich und will dieses kostbare Geschenk, das mein Leben ist, nicht verschwenden. Deshalb bemühe ich mich, jeden Tag so gut es geht auszukosten. Natürlich gelingt es mir nicht immer, auch ich bin einfach menschlich. Aber um Perfektion geht es hier ja auch gar nicht.
Wie siehst Du das? Und was macht Deinen Alltag besonders?
Lass mich das supergerne wissen. 🥰
Kommentieren und Teilen sind ausdrücklich erwünscht. 🫶🏼

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Für heute setze ich den Punkt. Danke von Herzen 💚, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Gedanken zu lesen und Dich vielleicht ein wenig inspirieren zu lassen. Ich freue mich, wenn Du bald wieder bei mir vorbeischaust. Bis dahin wünsche ich Dir eine zauberhafte Zeit und viele neue erste Male und kleine Alltags-Abenteuer. Alles Liebe,
be happy & enjoy life,
Deine Britta. 💚
