Was, wenn es mir egal wäre?

Was kommt dir als Erstes in den Sinn, wenn du diese Frage liest? Was, wenn es mir egal wäre? Klingt irgendwie egoistisch, oder? Also mir ging es so. Aber genau diese Frage hat begonnen, in mir zu arbeiten.

Lass uns doch in diesem Blogpost einmal anschauen, ob da etwas dran ist. Egoismus vs. Selbstverantwortung. Wie so oft ist es eine Auslegungssache. Mir geht es heute darum, mit dir herauszufiltern, wie, wann und warum dich genau diese Frage in deinem Alltag sehr positiv beeinflussen kann.

Also lass uns loslegen …..

Foto meines ältesten Sohnes in seinem diesjährigen Norwegen-Urlaub.
Genau in diesem einen Moment war ihm wirklich alles egal! Hier ging es nur darum, zu sein.

Die Formulierung und Wortwahl

Vorab lass uns anschauen, warum ich diese Frage genau so formuliert habe. Denn natürlich könnte ich auch Worte wählen, die viel weniger egoistisch oder hart klingen. Beispiele:

  • Was, wenn ich es nicht so wichtig nehmen würde?
  • Was, wenn ich es nicht an mich heranlassen würde?
  • Was, wenn ich einfach nicht darüber nachdenken würde?
  • Was, wenn es gar nichts mit mir zu tun hätte?

Was alle 4 Beispiele gemeinsam haben … es sind VerNEINungen. Damit kann unser Gehirn gar nicht gut umgehen, bzw. es nimmt diese Fragen im komplett umgekehrten Kontext wahr. In unserem Gehirn kommt mit diesen Fragen nämlich an:

  • Was, wenn ich es wichtig nehmen würde?
  • Was, wenn ich es an mich heranlassen würde?
  • Was, wenn ich einfach darüber nachdenken würde?
  • Was, wenn es mit mir zu tun hätte?

Bedeutet, wir bekommen die geballte Ladung von dem ab, das wir eigentlich von uns fernhalten wollten. Oder hier ein anderes Beispiel, um es noch deutlicher zu machen:

Na, woran denkst du? Genau! An einen rosa Elefanten. Spätestens jetzt weißt du, was ich meine. Deshalb habe ich die Frage in der Überschrift OHNE Verneinung formuliert.

Dieses Foto entstand am vergangenen Sonntag am See.
Genau in diesem Augenblick war auch mir alles egal! Ich habe einfach das erfrischende Wasser genossen.

Macht mich diese Frage egoistisch?

Wenn du das jetzt einwendest, ist das vollkommen berechtigt. Ob uns diese Frage zum Egoisten macht, hängt ganz davon ab, in welchem Kontext wir sie stellen.

Egoistisch wäre die Frage, wenn wir sie rücksichtslos stellen. Zum Beispiel, dass es uns egal wäre, wenn wir jemanden verletzen, denunzieren oder einfach wegsehen, wenn jemand anderes unsere Hilfe braucht.

Selbstverantwortlich und damit völlig berechtigt wäre diese Frage allerdings, wenn es darum geht, gesunde Grenzen zu setzen oder auch zu erkennen, an welcher Stelle wir keine Kontrolle haben und lieber vertrauen sollten.

Beispiele für eine positive Anwendung:

  • Was, wenn es mir egal wäre, dass ich das Bad heute nicht geputzt habe? -> Ich könnte morgen meinen Mann bitten, ob er mir dabei hilft.
  • Was, wenn es mir egal wäre, dass meine heutige To-Do-Liste noch so viele zu erledigende Aufgaben offen hat? -> Ich gönne mir jetzt trotzdem 15 Minuten Pause mit einer Tasse Kaffee oder Tee, vielleicht sogar mit einer kleinen Atem-Übung.
  • Was, wenn es mir egal wäre, dass ich heute im Garten kein Unkraut jäte? -> Das Unkraut wartet geduldig, ich kann es morgen entfernen und vielleicht mache ich morgen mit meinen Kindern sogar ein Spiel daraus.

Sicher weißt du nun schon genau, in welche Richtung es geht und worauf ich abziele, wenn ich dir heute die Empfehlung ausspreche, dir öfter mal diese Frage zu stellen: Was, wenn es mir egal wäre? Richtig angewandt, kann sie sehr heilsam sein. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. 😉

Ein Glücksmoment für mich. Auf dem Heimweg haben wir dieses Sonnenblumenfeld entdeckt. Sonnenblumen sind meine absoluten Lieblingsblumen. Also einmal durchatmen, über nichts nachdenken und einfach genießen.

Besser vorbeugen

Damit es erst gar nicht dazu kommt, dass du dich fragen musst, ob dir etwas egal wäre, solltest du vorsorgen, sodass Überforderung und Druck gar nicht erst entstehen. Meine absolute TOP 1 – Empfehlung, weil es mein allerliebstes Tool ist – Aufschreiben.

Inzwischen gibt es so viele Begriffe dafür: Morgenseiten schreiben, Journaling, ein Tagebuch führen. Ich nenne es intuitives Schreiben. Bedeutet, du schreibst dir zwar alles aus dem Kopf, aber nicht MIT dem Kopf, sondern aus dem Herzen.

Damit es absolut effektiv ist und du dir wirklich alles von der Seele schreiben kannst UND sogar richtig gute Antworten findest, gibt es einiges zu beachten. Das WIE ist bei dieser Art des Schreibens von großer Bedeutung.

Genau das kannst du bei mir lernen!

Ich bin für dich da!

Buche dir hier einfach eine Coaching-Beratung mit mir. Dabei geht es nicht nur um’s intuitive Schreiben, sondern wir finden gemeinsam heraus, welches Bedürfnis sich hinter deinem inneren Antreiber versteckt, der dich immer rennen lässt. Was dir die Leichtigkeit und Lebendigkeit im Alltag klaut. Und natürlich finden wir heraus, wie du tagein tagaus in kleinen einfachen Mini-Schritten wieder mehr für dich selbst da sein kannst, OHNE ständig ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Im Nachgang wirst du dich fragen: „Warum bin ich da nicht schon viel eher drauf gekommen?“.

Lies gern auch hier noch einen passenden Blog-Artikel von mir zum Thema, wie wertvoll Journaling sein kann und auch diesen hier zur Thematik: sich Zeit nehmen vs. Zeit haben.

Und dieses tolle Buch von Silja Mahlow „Spiritual Leadership“ kann ich dir auch wärmstens ans Herz legen, wenn es um persönliche Weiterentwicklung und mehr Lebendigkeit in deinem Leben geht.

Kleiner Hinweis: Der Link zum Buch führt über einen Affiliate-Link. Indem du ihn nutzt und dir das Buch kaufst, unterstützt du meine Arbeit. Dafür schon vorab von Herzen Danke!

Zu guter Letzt

Wir dürfen uns bewusst machen, es ist ein Prozess, in dem wir uns immer wieder die Frage stellen sollten: Was, wenn es mir egal wäre? Empathisch, respektvoll und mit gaaanz viel Liebe zu uns selbst. Was denkst du?

Schreib mir super gerne mal in die Kommentare ⬇️⬇️⬇️ , ob du dir diese Frage schon hin und wieder einmal stellst oder ob du es dir jetzt zumindest vorgenommen hast. Ich bin total gespannt! 🤔😊

So und nun wünsche ich dir einen zauberhaften Tag, achte gut auf dich und sei lieb zu dir.

Be happy & enjoy Life 💖,

deine Britta.

9 Gedanken zu „Was, wenn es mir egal wäre?“

  1. Liebe Britta,
    Du hast völlig Recht. Dieses „es ist mir egal“ ist immer so negativ belegt. Dabei könnten wir es echt als positive Bestärkung nutzen. Das fällt mir auch jetzt erst so richtig auf, nachdem ich Deine Ausführungen gelesen habe. Gefällt mir wirklich gut. Einfach öfter mal sagen: Das ist mir jetzt egal und das tun, was einem gerade persönlich wichtig ist.
    Ich setz das jetzt direkt um und sage zu meiner Buchhaltung „Mir jetzt egal, lässt sich auch morgen noch aushaken“ . Dafür darf der Flusenbär sich über eine extra Runde freue. So nämlich.
    Liebe Grüße
    Britta

    Antworten
    • Liebe Britta,

      ja, genau darauf habe ich abgezielt mit diesem Beitrag. Und das klingt richtig gut, Buchhaltung ist meist geduldig (außer, wenn man zu oft verschoben hat) und wartet auch bis morgen. Umso größer war die Freude ganz sicher für euren Flusenbär über die extra Runde. Mega!
      Ich übe mich auch darin und es klappt immer besser, mich zu fragen, ob mir heute etwas nicht auch mal egal sein könnte. Die Antworten hinterlassen IMMER ein deutlich besseres Gefühl!
      Ich schicke dir liebe Grüße ☀️,
      Britta.

      Antworten
  2. Bin gerade über Brittas Julirückblick hierher gehüpft. Deine Fragestellung finde ich sehr gut und deine Bilder der Momente, in denen nichts anderes als der Moment eine Rolle spielt, haben mich berührt.

    Herzliche Grüße
    Ines

    Antworten
    • Liebe Ines,

      ich danke Dir sehr, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um mir deine wertschätzenden Zeilen zu schreiben. Das bedeutet mir viel und ich freue mich sehr darüber.

      Ja, diese Frage ist sehr kraftvoll. Sie ist mir beim Lesen eines Buches schon vor längerer Zeit begegnet. Sofort kam da ein: „Die merke ich mir“. Seitdem begleitet sie mich und hat mich schon oft nachhaltig die Perspektive wechseln lassen. Es war höchste Zeit, ihr hier einen Blogartikel zu widmen.

      Hab eine schöne Zeit und herzliche Grüße,
      Britta.

      Antworten
  3. Ich liebe diese Frage und weiß jetzt schon genau, was ich mir zukünftig durch den Kopf gehen lassen werde, wenn ich mal wieder nachts um drei das Grübeln anfange.
    Eine gute Freundin meinte mal zu einem Problem, das mich umtrieb: „In einem Jahr lachst du darüber“. Das will man zwar in dem Moment nicht hören, hilft aber irgendwie trotzdem, um die nötige Distanz zu den Sorgen herzustellen. Mit der Frage ist es genauso. Denn eigentlich sind der meiste Stress und die Sorgen selbstgemacht.
    Liebe Grüße!

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    • Herzlichen Dank für Deine Gedanken zu diesem Artikel.
      Ja, genau das soll diese Frage erreichen, die nötige Distanz zum eigentlichen Problem zu schaffen. Die „Sicht von oben“ oder halt mit Abstand ermöglicht einfach, die Dinge vielleicht auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Und das wiederum kann völlig neue Lösungsansätze liefern. Der klassische AHA-Moment.
      Die Aussage Deiner Freundin, dass Du in einem Jahr darüber lachen wirst … ja, sie ist in dem Moment unbequem, aber holt einen auch direkt in die Beobachter-Position. Somit auch ein sehr guter Gedanke.
      Abstand oder auch die Draufsicht sind wichtig, gerade weil so viele Sorgen und Stress durch die eigenen Gedanken über bestimmte Situationen tatsächlich oft hausgemacht sind.
      Liebe Grüße, Britta.

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