#35 Erschaffe dein bestes Leben

Diesen Artikel möchte ich mit einem Zitat von Walt Disney beginnen …. ich hatte es in einem früheren Blogpost schon einmal erwähnt:

„If you can dream it, you can do it.“ 

Jetzt sagst du vielleicht: „Britta, so einfach ist das nicht. Wir haben im Leben auch Verpflichtungen und Verantwortungen.“ Das stimmt natürlich und du hast vollkommen Recht. Trotzdem möchte ich dem widersprechen. Denn die Wahrheit, die in diesem Zitat steckt, habe ich selbst seit Beginn meiner Selbständigkeit im letzten Sommer erfahren. Auch ich habe zuvor immer wieder kopfschüttelnd abgewunken, wenn mir jemand damit kam. Meine Antwort war dann: „Hey, ich habe 3 Kinder, Familie, finanzielle Verpflichtungen und einen Job. Ich kann nicht einfach tun und lassen, was ich will. Und Träume muss man auch finanzieren können.“ Doch wie ist es dazu gekommen, dass ich das heute ganz anders sehe? Lass uns hier einmal tiefer einsteigen.

Was genau hält uns zurück?

Es sind tatsächlich unsere eigenen Grenzen im Kopf. Damit limitieren wir uns selbst. Und natürlich brauchen einige Wünsche Zeit und Vorbereitungen, bis wir sie umsetzen können. Den meisten von uns fällt es wahnsinnig schwer, Geduld zu haben. Das allein erscheint uns schon so  furchtbar schwer und wir verwerfen unsere Träume oder verschieben sie so weit nach hinten, dass sie eigentlich unerreichbar erscheinen. Ganz nach dem Motto: „Wenn ich erst ……, dann kann ich …..“ Doch bis dahin kann noch so viel dazwischen kommen. Was, wenn das Leben morgen zu Ende ist? Mir selbst hat schon oft der Gedanke geholfen, was ich wohl meinen Enkelkindern einmal erzählen kann, wenn sie mich nach meinen Träumen fragen und was ich daraus gemacht habe. Ich möchte ihnen nicht berichten, dass ich zwar unfassbar viele kleine und große Träume hatte, aber nie wirklich Zeit, Geld oder Möglichkeiten, um ins Tun zu kommen. Ich will ihnen nicht davon erzählen, was ich alles NICHT gemacht habe. Allein diese Idee zündet in mir jedes Mal den inneren Funken, der mich antreibt. Manchmal merke ich, dass es vielleicht nur ein Strohfeuer ist, das schnell wieder erlischt. Doch auch, um das zu erkennen, musste ich zuerst einmal ins Handeln kommen. So erspare ich mir selbst meinen späteren Vorwurf. Was wäre gewesen, wenn….? 

Ein anderes Mal aber wird dann aus dem ersten Funken ein Flächenbrand, der sich nicht mehr löschen lässt. Mit dieser Energie lässt sich wirklich Großes vollbringen. Genau mit diesem Antrieb habe ich damals  zum Beispiel meine erste Selbständigkeit aufgebaut. Einen kleinen Tante-Emma-Laden mit integriertem kleinen Café. Der erste Funken hatte gezündet und ich war nicht mehr aufzuhalten. Ich habe dieses Geschäft mit Liebe und Leidenschaft geführt, bis ich es leider nach 7 Jahren, bedingt durch meine Scheidung, aufgeben musste. Ich wusste vorab nicht, ob ich das kann. Ich wusste nur, ich will das unbedingt machen. Man kann alles lernen. Ich habe mir das nötige know how angeeignet. Und dann bin ich mit diesem Laden immer mehr gewachsen.

Was ich dir damit sagen möchte …… es gibt keine Grenzen. Es gibt unerschöpfliche Möglichkeiten. Und ja, natürlich wirst du immer wieder auf deinem Weg vor Herausforderungen stehen. Genau, wie ich auch. In diesen Momenten fragt dich das Leben:

„Wie sehr willst du es wirklich!“

„Ballast abwerfen“ macht den Weg frei

Ich möchte an dieser Stelle ein paar meiner Erfahrungen mit dir teilen, die mir immer wieder dabei geholfen haben, wirklich dran zu bleiben, auch wenn mich das Leben zwischendurch ganz schön durchgeschüttelt hat. In Momenten, in denen du dich fühlst, als wärst du gerade im Schleudergang und weißt nicht mehr, wo oben und unten ist. Dazu dürfen wir verstehen, dass wir ganz genau in diesen Momenten mit unseren eigenen, tief im Inneren gespeicherten negativen Glaubenssätzen und Prägungen konfrontiert werden. Immer dann, wenn dich etwas umhaut, ist eine alte Erfahrung aus früheren Jahren oder gar aus der Kindheit getriggert worden. Unser inneres Abwehrprogramm startet. So, wie bei einer Waschmaschine das entsprechende Waschprogramm. Irgend jemand oder ein Umstand drücken deine Knöpfe und das entsprechende Programm beginnt zu arbeiten. 

Bitte versteh mich nicht falsch. Nicht alle unserer alten Erfahrungen sind per se schlecht. Sie haben uns wachsam sein lassen und vor so manchen schlimmen Umständen beschützt. Sie haben gute, kreative und auch kraftvolle Facetten in uns zutage gefördert und gestärkt.

Doch wenn negative Glaubenssätze dabei sind, die dich intensiv davon abhalten, dir das Leben deiner Träume zu erschaffen, wird es Zeit, damit aufzuräumen und nicht mehr dienliche Muster in deinem Denken loszulassen. Wie unnützen Ballast, den wir abwerfen. Das können Gedanken sein, wie „Ich bin nicht gut genug.“, „Ich bin zu tollpatschig.“, „Ich bin nicht kreativ.“ oder „Ich weiß noch nicht genug.“. Finde hier die Glaubenssätze, die dich persönlich hindern, deine Wünsche wahr werden zu lassen. Lässt du diese negativen Denkmuster nicht los, werden sie irgendwann zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Dann bist du tollpatschig, nicht gut genug, nicht kreativ oder weißt tatsächlich nie genug (gehst also nie los, weil du denkst, immer erst noch mehr wissen zu müssen). Das wäre doch furchtbar, oder?

Um diese negativen Glaubenssätze aufzulösen und durch positive, dich stärkende zu ersetzen, gibt es verschiedene Techniken und Möglichkeiten. Einige davon habe ich hier auf meinem Blog schon in früheren Beiträgen aufgeschrieben. Wenn du magst, können wir natürlich auch gemeinsam daran arbeiten. Melde dich gern einfach bei mir.

Das richtige Umfeld

Nun hast du dich um deine innere Welt gekümmert. Jetzt lass uns schauen, wer oder was dich in deinem äußeren Umfeld ungünstig beeinflusst. Schau dir einmal deine Familie an, deinen Freundeskreis, deine Kollegen, ja sogar deinen Chef/deine Chefin. Vielleicht helfen dir die folgenden Fragen weiter:

– Lebst du in einer Ehe/Partnerschaft/Beziehung, in der du dich und deine Persönlichkeit frei entfalten kannst?

– Feuert dich dein familiäres Umfeld eher an und unterstützt dich, wenn du von deinen Träumen erzählst oder versuchen sie, dich davon zu überzeugen, dass „es“ nicht funktionieren wird?

– Besteht dein Freundeskreis wirklich aus Gleichgesinnten, sind sie offen und ehrlich zu dir, kannst du ihnen vertrauen und dich auf sie verlassen?

– Wie reagieren deine Kollegen, dein(e) Chef(in) darauf, wenn du zum Beispiel beruflich wachsen oder dich verändern möchtest? Erfährst du hier Unterstützung oder doch eher Gegenwehr?

Egal, aus welchem Bereich die Personen sind, die dich abhalten und bremsen wollen …. bitte mach dir bewusst, dass sie das tun, weil auch sie ganz bestimmte Grenzen in ihren Köpfen haben, die ihnen sagen: „Das geht nicht!“. Doch das sind deren Grenzen, NICHT DEINE ! Es kann natürlich auch sein, dass es Neid ist, weil du genau das tust, was sie eigentlich auch machen wollen, es sich aber nicht trauen. Eben weil sie auch Begrenzungen in ihren Köpfen haben und sich damit selbst limitieren. Wenn es bei dir funktioniert, würdest du ihnen quasi einen Spiegel vorhalten. Sie hätten es auch schaffen können. Und weil sie sich nicht als Versager fühlen wollen, können sie gar nicht anders, als dich abzuhalten.

Wenn du nun dein Umfeld „aufgeräumt“ hast, umgib dich unbedingt mit Menschen, die bereits das geschafft haben, was du auch erreichen möchtest. Oder zumindest schon auf dem Weg dorthin sind. Sprich sie an, knüpfe Kontakte, verbinde dich mit ihnen. Sie werden dich motivieren und dir durch ihre Erfahrungen so manchen „Umweg“ ersparen. Sie können dich mitreißen.

Und wenn du solche Menschen vor Ort bei dir nicht findest, dann suche sie im Internet. Das ist einer der großen Vorteile von social media und dem world wide web. Nutze diese Möglichkeiten. Es war noch nie so einfach, neue Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.

Wenn Träume Zeit brauchen

Du wirst Ideen im Kopf haben, die sich möglicherweise recht schnell umsetzen lassen. Andere wiederum brauchen noch einige Zeit. Wie kannst du hier geduldig und trotzdem am Ball bleiben? Ganz einfach. Step by Step. 

Setze dir eine zeitliche Frist. Ich nutze hier mal ein Beispiel. Du möchtest in einem selbst ausgebauten Wohnmobil quer durch Europa reisen. Im Moment hast du weder das Wohnmobil, noch einen Job, mit dem du unterwegs deinen Lebensunterhalt verdienen kannst und vielleicht auch noch ein Kind, das gerade in der 8. Klasse ist, also noch zur Schule geht. Allein diese 3 Punkte könnten dich schon super zurückhalten. Du gehst also erst einmal davon aus, dass du frühestens in 7 oder 8 Jahren losfahren kannst. Das kannst du negativ sehen oder auch positiv, nämlich dass du genügend Zeit hast, um dich um das Geld für das Wohnmobil und eine ortsunabhängige Arbeit kümmern kannst. 

In der Zwischenzeit kannst du deine Sehnsucht nach Reisen und Unterwegs sein stillen durch Wochenendausflüge, Picknicks in der Natur, Radtouren, Unternehmungen jeglicher Art. Einfach alles, das dir ein Gefühl von Freiheit schenkt. Denn nichts anderes ist das Reisen. Es befriedigt unser Bedürfnis nach Freiheit und Leichtigkeit. All das kannst du doch jetzt schon tun. Nur eben noch nicht mit dem Wohnmobil und dauerhaft.

Schau dich schon einmal um, welche Fahrzeuge für so einen Umbau in Frage kommen könnten und was sie kosten. Wieviel Geld du zur Verfügung haben solltest für die Umgestaltung. Und sobald du diese Kosten erspart hast, kannst du mit dem Wohnmobil-Umbau starten.

In der Zwischenzeit kannst du dich schon über die verschiedenen Länder informieren, die du bereisen möchtest. Und mit welcher Tätigkeit du unterwegs später deinen Lebensunterhalt verdienen könntest. Du kannst also vorab schon ziemlich viel tun, musst also nicht einfach dasitzen und geduldig abwarten. 

Nun ist da noch dein Kind, das in seinem eigenen Tempo wächst und sich entwickelt. Bitte mache nicht den Fehler zu denken, wie schön es wäre, die Jahre bis zu seiner eigenen Selbständigkeit beschleunigen zu können. Damit gibst du deinem Kind unbewusst die Schuld, dass du nicht mit dem Wohnmobil reisen kannst. Mach dir bewusst, du hast dich damals im Idealfall aus Liebe für dein Kind entschieden, bist also freiwillig dieses Commitment eingegangen. Genieße also die gemeinsame Zeit, die du mit deinem Kind hast. Irgendwann ist das vorbei, dein Kind groß und geht seine eigenen Wege. Du wirst es den Rest deines Lebens dann nur noch als Gast bei dir haben. Das zu erkennen, ist unfassbar wichtig!

Es kann losgehen

Wir gehen jetzt einmal davon aus, dass du über die Jahre alles super vorbereiten konntest. Es kann losgehen. Du hast dein Ziel erreicht. Feiere dich dafür. So richtig. Lass dein Herz Konfetti werfen. Und das Krasse ist, wenn du hier an diesem Punkt angekommen bist, hast gelernt, dass wir niemals am Ziel sind. Es kommt immer noch etwas Neues. Unser ganzes Leben ist eine Reise. Und genau deshalb ist es so wichtig, auch den Weg zu unseren Etappen-Zielen in vollen Zügen zu genießen. All das ist dein Leben! Also schau nicht nur stur nach vorn auf dein nächstes Ziel, sondern genieße jedes kleine Gänseblümchen am Wegesrand, jeden wunderbaren Begleiter, den du auf deinem Weg immer mal wieder an deiner Seite haben wirst. 

Leben heißt zu lernen, zu wachsen, Spaß zu haben, hinzufallen und wieder aufzustehen, sich frei zu entfalten und spielerisch zu tanzen, zu genießen, jeden Moment zu feiern. Ja, sogar die schwierigen Augenblicke, weil du hier am meisten lernst. Beenden möchte ich diesen Artikel mit  einem Zitat von Laura Seiler:

„Jeder Tag ist wie ein kleines Leben. Ich erschaffe heute, wovon ich für morgen träume!“ 

Ich wünsche mir so sehr, dass ich dich mit diesem Beitrag ein bisschen inspirieren konnte, deine Komfortzone zu erweitern und sogar aus ihr herauszutreten. Und ich wünsche dir von Herzen, dass du dir deine Träume erfüllen kannst. Alles Liebe für dich.

Be happy & enjoy Life,

deine Britta.

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